
Auch in diesem Schuljahr fand wieder die Studienfahrt der E-Phase des Adolf-Reichwein-Gymnasiums unter der Leitung von Jürgen Hardt und Sarah Werner zur Gedenkstätte Buchenwald statt. Vom 12. bis 16. Januar 2026 setzten sich 46 Schülerinnen und Schüler sowie vier begleitende Lehrkräfte tiefgehend mit der Geschichte des Konzentrationslagers auseinander und reflektierten die nationalsozialistische Vergangenheit und deren Auswirkungen auf die Gegenwart.
In Führungen durch das Gelände lernten die jungen Menschen die Geschichte von Buchenwald sowie die grausamen und durchorganisierten Lagerstrukturen kennen und beschäftigten sich mit Einzelschicksalen und der Frage, wie solch ein Terror möglich war.
Die Teilnehmenden äußerten im Kontext der Auseinandersetzung mehrheitlich, dass die Studienfahrt nach Buchenwald eine sehr gute Möglichkeit sei, sich tiefgreifend mit dem Thema des Nationalsozialismus zu beschäftigen, indem man sehr praxisnah viele Dinge erfahre, für die man im normalen Unterricht keine Zeit habe. Wenn man diesen Ort selbst besucht habe, könne man die Inhalte aus dem Unterricht besser verstehen und begreifen. Diese Lust an der ernsthaften und kritischen Auseinandersetzung mit diesem dunklen Teil deutscher Geschichte war den Schülerinnen durchweg anzumerken.
Ein Tag der Fahrt führte außerdem nach Weimar. Die Stadt, die eigentlich für die humanistischen Werte Goethes und Schiller bekannt ist, hat auch eine enge Verbindung zur Geschichte des Konzentrationslagers. Dort erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass viele Bürger von Weimar wussten, was in Buchenwald geschah und dass manche davon profitierten. Ein Besuch der Ausstellung zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus war dieses Jahr neuer Bestandteil des Fahrtenprogramms. Innerhalb eines Workshops informierte sich die Gruppe über die Ausmaße der Zwangsarbeit und den Folgen für die Betroffenen, weit über das Kriegsende von 1945 hinaus. Außerdem war diesmal neu im Programm das Angebot von verschiedenen Workshops zu den Themen Musik im KZ sowie Antisemitismus und dazu das Arbeiten in der Restaurierungswerkstatt.
Mit vielen Eindrücken kehrten die Jugendlichen sichtlich verändert zurück. Resümierend erklären die Teilnehmenden, dass „sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt hat und es jedem zu empfehlen ist. Man erweitert sein historisches Wissen und sensibilisiert sich für das enorm wichtige Thema, welches auch heute noch sehr wichtig ist“.