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„Regentrude“ war ein voller Erfolg

Vom 07.05-10.05.2015 brachten die Young Strings und der Chor der Dahlmanschule das Projekt „Die Regentrude“ von Klaus-Uwe Ludwig auf verschiedene Bühnen. Für beide Gruppen war es ein spannendes Erlebnis, welches vermutlich jedem sehr viel Spaß gemacht hat.Vorher hatten die beiden Gruppen fleißig geübt und an einem langen Probenwochenende versuchten alles zusammen zu bringen. Auch wenn nicht alles beim ersten Mal funktionierte, waren schon die ersten gemeinsamen Proben ein großer Erfolg. Nach dem Wochenende hatten alle noch einmal genug Zeit für sich, um in der Gruppe zu üben.
Am 6. Mai 2015 fand in Frankfurt die Generalprobe statt, zu der die letzten Fragen geklärt werden konnten. Es klappte meistens gut und trotz der langen Proben, die zum Teil Stunden dauerten, hatte jeder Spaß.
Am nächsten Tag war es so weit. Die Premiere stand an. Die Gruppen trafen sich rechtzeitig vor Konzertbeginn in Frankfurt und gingen nochmal einige Stücke durch. Das Publikum kam in den Saal. Aufregung war bei beiden Gruppen zu spüren. Zu Beginn sprachen der Dirigent Werner Fürst und die Direktorin der Dahlmanschule Frau Talberg, sowie die Chorleiterin einige Worte und es ging los. Das erste Stück sorgte schon für Begeisterung, die das ganze Konzert lang anhielt. Das Konzert verlief trotz der Aufregung sehr gut. Am Ende bekamen alle Beteiligten sogar eine Rose.
Am nächsten Tag konnte das Orchester wieder auf vertrautem Boden spielen. Ihre „Heimat“, das ARG, wurde zum zweiten Aufführungsort. Die Getränke organisierte an diesem Tag Frau S. Müller gemeinsam mit einigen Schülern der Klasse 6a. Diesmal war die ganze Aula gefüllt, sodass mancher sehr weit hinten saß oder stehen musste. Es war beim Orchester diesmal weniger Aufregung zu spüren. Die Chorkinder (der Klassen 1-4) sahen das Ganze nicht so gelassen. Trotz allem gab es am Ende viel Applaus und alle spielten noch eine Zugabe.
Alles funktionierte bis hier hin gut. Doch am dritten Tag gab es das erste Problem. Der 3. Aufführungsort, eine Frankfurter Kirche, hatte anscheinend nicht genug Strom, um alle Scheinwerfer mit Licht zu versorgen. Die meisten Zuhörer merkten hiervon allerdings nichts und waren erneut sehr zufrieden. Der vierte Tag war wieder in der Frankfurter Kirche, also gab es keine Probleme außer mit dem Strom. Jedoch reichte der Strom, um noch einen Scheinwerfer anzuschalten.
Alle Aufführungen waren schön, sodass am Ende eine große Menge Spenden zusammenkam, die bestimmt die Arbeit beider Gruppen unterstützen wird. An allen Aufführungen bekamen wir auch von Profimusikern Unterstützung, die uns am Xylofon, an den Pauken und an einer Trompete aushalfen.
Wir bedanken uns nochmal recht herzlich bei den Chorkindern aus Frankfurt und deren Chorleitung, unserem Dirigenten und unserer Schulleitung, die uns u.a. organisatorisch, aber auch im Thema Hausaufgaben und co. entlasten konnte.

Elena Günther und Katja Poppe, 6a

Das Video zum Projekt finden Sie hier.

Ausflug zum Theater „Stein auf Stein"

Am 28.05.2015 hat sich die Theatergruppe des Jahrgangs 6 am Heusenstammer Bahnhof getroffen. Dort sind wir mit der S2 zur Konstablerwache gefahren, wo wir von dort aus zur „Judengasse“ gelaufen sind. Dort haben wir die freudige Nachricht erhalten, dass wir beim Theaterwettbewerb als einzige Theatergruppe aus Hessen zu Schultheatertagen nach Dresden eingeladen worden sind. Nach einer halben Stunde warten, da wir zu früh waren, ging das Theaterstück am neuen Börneplatz los, wo wir viel über das Judentum in der Nazizeit erfahren haben. Danach ging es in das Theaterhaus, wo wir am Eingang eine schöne Gesangseinlage bekamen, die die Darsteller vom Theater gesungen haben. Die Aufführung ging unten im Theatercafé erst richtig los. Dort haben wir noch viele Fakten und Vermutungen über das Judentum erfahren. Wir durften sogar selbst gebackene „Matzen“ probieren, das ist jüdisches Brot. Im Haupttheatersaal haben wir dann nochmal eine nachgestellte Szene von zwei gespielten jüdischen Mädchen, wie sie früher gelebt haben, gesehen. Unsere Gruppe fand, dass dieses Bühnenbild und Theaterstück sehr gelungen war. In dem Stück ging es um zwei jüdische Geschwister, die alleine ohne Eltern lebten und nicht raus durften, wegen der schlimmen Verhältnisse in ihrer Zeit. Das coolste kam aber noch, denn wir hatten ein Interview mit den vier Darstellern, bei dem jeder den Darstellern Fragen stellen durfte. Das war ein sehr tolles Erlebnis. Aber dann mussten wir schnell wieder zum Bahnhof. Die Zeit verging schneller als wir dachten, aber für das Gästebuch blieb noch Zeit. Außerdem haben wir Steine auf die Gedenksteine der getöteten Juden gelegt, als symbolisches Zeichen. Dann gingen wir aber endgültig zum Bahnhof. In Heusenstamm angekommen, haben wir unseren Energiekreis gemacht und haben uns voneinander verabschiedet. Alle fanden den Tag toll! Wir haben sehr viel Spaß gehabt, haben viel gelacht und vor allem viel gelernt!

Clemens Albus und Tobias Fuhr, 6a

Lob von Kultusminister Lorz für Armenienprojekt

Ein Lob des hessischen Kultusministers Alexander Lorz erhielt das Adolf-Reichwein-Gymnasium für die Durchführung eines Projekts anlässlich des 100. Gedenktages der Verfolgung und Ermordung des armenischen Volkes im Osmanischen Reich im Jahre 1915. Unter Leitung von Andreas Kurbel und Dr. Horst Brandl war das Projekt im Rahmen der letzten Zeitfensterwoche am ARG für die Jahrgangsstufe 10 (E-Phase) angeboten worden. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler befassten sich in dieser Woche intensiv mit den geschichtlichen Ereignissen, der Beteiligung des Deutschen Reiches an den Deportationen und ihrer heutigen Wahrnehmung. Ein Schwerpunkt war die Beteiligung des Deutschen Reiches an den Deportationen. Dies auch, weil die fehlende Beachtung dieser Verbrechen durch die Weltgemeinschaft zwei Jahrzehnte später die Nazis zur Vernichtung der Juden ermutigte. Besondere Aktualität gewann das Thema durch die breite öffentliche Diskussion um die Frage, ob hier von einem Völkermord zu sprechen ist oder nicht.

Ein Ergebnis dieser Woche war ein Schreiben an Kultusminister Lorz. Darin bitten die Schülerinnen und Schüler „um die Aufarbeitung des Themas in den hessischen Schulen“ und um Aufnahme in den Lehrplan. In ihrer Begründung verweisen die Schülerinnen und Schüler insbesondere auf die Mitverantwortung Deutschlands und den oft vergessenen Zusammenhang des Völkermordes am armenischen Volk mit dem Ersten Weltkrieg. Weiter wird darauf verwiesen, dass in Hessen „viele Schülerinnen und Schüler türkischer Herkunft unterrichtet werden, die auf diese Weise zur Aufarbeitung innerhalb der türkischen Gesellschaft beitragen können.“

In seiner Antwort spricht Kultusminister Lorz der Schülergruppe seine „hohe Anerkennung“ für die intensive Auseinandersetzung mit der Verfolgung und Ermordung des armenischen Volkes aus und teilt die Auffassung, „dass das Thema auch Bestandteil des Lehrplanes werden sollte.“ Dazu erklärt er, dass die aktuellen Entwürfe eines Kerncurriculums für die gymnasiale Oberstufe die Thematik im Fach Geschichte beinhalten, und zwar unter dem Themenfeld „Wie wird an Verbrechen erinnert? – Nationale Erinnerungskultur in Europa und Asien“.  Auch in anderen Fächern böten sich Möglichkeiten, das Thema aufzugreifen. Abschließend schreibt Lorz: „Wenn junge Menschen aus der Geschichte lernen und sie den Wert von Menschenrechten, Freiheit und Demokratie erkennen, hat die Schule ein überragend wichtiges Bildungsziel erreicht“ und dankt den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement.