
Vom 24. bis 28. Oktober 2025 reiste eine Gruppe interessierter Schülerinnen und Schüler der Q1 nach Berlin, um am vom Deutschen Bundestag organisierten Planspiel zum Gesetzgebungsprozess teilzunehmen. Die Fahrt bot nicht nur einen Einblick in die aktuelle parlamentarische Arbeit, sondern auch in die Geschichte Deutschlands, Berlins und des deutschen Parlamentarismus, die in Berlin besonders eindrücklich erfahrbar ist.
Am Freitag begann die Fahrt mit einem Besuch der Berliner Unterwelten. Hier erhielt die Gruppe eine Führung durch einen alten Luftschutzbunker und spannende Einblicke in die Nutzung dieser Räume im 20. Jahrhundert.
Am Samstag stand die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit im Mittelpunkt. In der Ausstellung „Topographie des Terrors“ nahmen die Lernenden an einem Workshop zur Machtergreifung Hitlers und zur Rolle der Propaganda und Gewalt zur Zeit der Weimarer Republik teil. Der Sonntag führte die Schülerinnen und Schüler in die Gedenkstätte Hohenschönhausen. Eine Zeitzeugin und eine Historikerin berichteten eindrücklich über das ehemalige Stasi-Gefängnis. Im Anschluss besuchte die Gruppe die Ausstellungsräume im Deutschen Dom, um sich in Form einer Museumsrallye mit den historischen Grundlagen des deutschen Parlamentarismus auseinanderzusetzen. Der Montag bildete schließlich den Höhepunkt der Fahrt: das Bundestagsplanspiel, bei dem die Schülerinnen und Schüler in die Rollen von Abgeordneten schlüpften, in Ausschüssen und Fraktionen diskutierten und einen Gesetzesentwurf zur Einführung direkter Demokratie auf Bundesebene erarbeiteten. Der Abend wurde durch einen Besuch im Improvisationstheater abgerundet, der einen lebhaften Gegenpol zu den zuvor emotional anspruchsvollen Programmpunkten bot. Dabei entstand auch der inzwischen schon ikonische Improvisationssong „Komm nach Berlin“, der den Teilnehmenden noch Tage später im Ohr war, nachdem er auf unterhaltsame Weise das Gruppenevent in der Hauptstadt ausgeleitet hatte.
Insgesamt verdeutlichte die fünftägige Berlinfahrt eindrucksvoll den Wert gelebter Demokratie. Sie bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sowohl politisches als auch historisches Wissen zu vertiefen und den Stellenwert gelebter Demokratie in Deutschland gerade in politisch bewegten Zeiten unmittelbar zu erleben und führte in der abschließenden Reflexion zu einer durchweg positiven Resonanz.