Konzepte

Vertretungskonzept

Das Adolf-Reichwein-Gymnasium sieht sich seit langem schon einer vernünftigen Vertretungsregelung verpflichtet, die eine Betreuung bzw. die Fortführung des Fachunterrichts am Vormittag sicherstellt. So gehört auch die Bündelung von nicht im Stundenplan gesteckten pädagogischen Zielen wie Klassenfahrten oder Projekten zum Repertoire. Im Folgenden werden die konkreten Maßnahmen, wie sie sich als Praxis im Schulleben entwickelt haben, in einer gewissen Systematik aufgezählt.

Im Punkt A sind Möglichkeiten skizziert, den dienstlich veranlassten Stundenausfall bewusst zu gestalten mit der Zielrichtung „Verringerung des Ausfalls”. Die Aufzählung ist als Richtschnur auch für die eigene Überlegung zu verstehen, nicht als strenge Vorgabe für die Umsetzung.

A Verringerung dienstlich veranlassten Stundenausfalls

  1. Klassen-/Studienfahrten bündeln
  2. Bei Fahrten mit sportlichem Schwerpunkt die Begleitung mit Ausfallverursachung klein halten (z. B. mindestens 2 Klassen mir nur 3 Lehrkräften in 1 Unterkunft)
  3. Fortbildung nach Möglichkeit in unterrichtsarme Zeit legen
  4. Lehrausflüge, Jugend trainiert usw. im Zeitfenster organisieren und bei Begleitung Notwendigkeit prüfen bzw. eine Begleitung ohne/mit wenig Ausfallverursachung vorsehen
  5. Konferenzen in unterrichtsarme Zeit legen
  6. Im Betriebspraktikum erst ab 2. Tag besuchen und Klausuren in Sek II nach Plan schreiben
  7. Wandertage nur ins Zeitfenster legen bei einem festen und einem freien Wandertag für die Jahrgangsstufen 5, 7 und 9

Im Punkt B sind konkrete Vertretungsregelungen für entstandenen Stundenausfall festgehalten nach den jetzt schon bestehenden Prioritäten.
Hierbei ist ein Verhalten von Schülerinnen und Schüler vorausgesetzt, das Vertretung als Baustein im Lernprozess begreift und auch vor selbständigem Erarbeiten nicht zurückschreckt.

B Vertretungsregelungen

  1. Aufteilen von Klassen nach festem Plan
  2. Auflösen von Doppelbesetzungen
  3. Zusammenlegung von Lerngruppen in parallel liegenden Fächern
  4. Mitführung von Lerngruppen
  5. Einsatz einer anderen Lehrkraft, die in dieser Klasse unterrichtet
  6. Fachlehrkraft mit gleichem Fach
  7. Beaufsichtigung im betreuten Aufenthaltsraum
  8. Einsatz bei anderweitig ausfallendem Unterricht (abwesende Lerngruppen)
  9. Bei dienstlich veranlasster Beurlaubung formuliert die Lehrkraft Arbeitsaufträge für jede Lerngruppe
  10. Fachkonferenzen entwickeln Arbeitsmaterialien für betreute Stillarbeit (Material für Wiederholung von Grundfertigkeiten) bzw. die mitgeführten Schulbücher sind die Grundlage für die Wiederholung
  11. Vertretung Lehrkräfte ab der 3. Woche Krankheit. Dauervertretung in eine Hand, bis VV BAT kommt, bei Entlastung in anderen Gruppen

Basis für diese Zusammenstellung ist das Vertretungskonzept des ARG, das am Ende dieser Seite wiedergegeben ist.

  1. Vertretungsstunden sind notwendige Maßnahmen, um den Unterrichtsbetrieb aufrecht erhalten zu können und den Schülerinnen und Schülern ein optimales Lernangebot zur Verfügung zu stellen. Grundsätzlich soll Unterrichtsausfall vermieden werden.
  2. Ist ein Bedarf an Vertretungsstunden vorhanden, um das Ziel – einen möglichst geringen Unterrichtsausfall – zu erreichen, werden die Kolleginnen und Kollegen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (maximal 3 Stunden pro Monat für eine hauptamtliche Vollzeitkraft) für Vertretungsstunden eingesetzt.
  3. Externe Vertretungskräfte werden eingesetzt, wenn interne Vertretungskräfte nicht vorhanden sind oder wenn dadurch eine adäquate Fachvertretung gewährleistet werden kann.
  4. Vertreten werden grundsätzlich entfallende Unterrichtsstunden zwischen der zweiten und sechsten Stunde, zunächst vor allem in den Klassen 5 bis 8. Sollten es die Ressourcen zulassen, wird die Vertretung auch auf die Klassen 9 und 10 sowie auf die Randstunden (1. und 7. Stunde) ausgeweitet. Sind keine Vertretungsressourcen vorhanden, wird in den Jahrgangsstufen 9 und 10 eine Mitaufsicht für „Eigenverantwortliches Lernen” (EVL) organisiert
  5. Hauptamtliche Lehrkräfte werden jeweils nur einmal im Monat für eine Vertretung in einer Randstunde (anschließend an den eigenen Unterricht) herangezogen. Die bewährte „Bereitschaftslösung” in der 1. Stunde bleibt hiervon ausgenommen.
  6. In der Regel wird der entfallende Unterricht, wenn eine Fachvertretung nicht möglich ist, durch ein zusätzliches Lernangebot in den Hauptfächern ersetzt.
  7. Sprechstunden in Hohlstunden müssen für hauptamtliche Lehrkräfte, die weniger als 2 Hohlstunden in ihrem Stundenplan haben, grundsätzlich zur Disposition gestellt werden, wenn im Einzelfall eine Vertretungsstunde unumgänglich wird. Einzelheiten (individueller Stundenplan) müssen vorher mit der Schulleitung abgeklärt werden. Kolleginnen und Kollegen mit keiner oder einer „Hohlstunde” in ihrem individuellen Stundenplan müssen grundsätzlich auch in Randstunden ihrer Stundenpläne als Vertretungskraft zur Verfügung stehen (nach vorheriger Ankündigung oder telefonischer Benachrichtigung).
  8. Referendarinnen/Referendare werden nur in Notfällen zu Vertretungsstunden herangezogen oder wenn sie dies selbst wünschen.

Um eine sinnvolle Gestaltung der einzelnen Stunden zu gewährleisten, gelten folgende Regelungen:

  • Grundsätzlich sollte die/der zu vertretende Kollegin/Kollege (bei absehbarer Absenz) dafür Sorge tragen, dass ein konkreter inhaltlicher Hinweis, was in der Stunde bearbeitet werden sollte, an die jeweilige Vertretungskraft übermittelt wird. Dies sollte schriftlich erfolgen (vgl. Formular Vertretungsstunden) oder aber auch in besonderen Fällen durch telefonische Rücksprache geschehen.
  • Die einzelnen Fachkonferenzen sollten einen Satz von Arbeitsaufträgen und Materialien erstellen, die zusätzliche Wiederholungsaufgaben oder selbständige Lernanregungen beinhalten.
  • Die Klassenlehrerinnen/-lehrer weisen ihre Schülerinnen/Schüler eindringlich darauf hin, dass in Vertretungsstunden, die am Tag vorher einem besonderen Fach zugewiesen wurden, das jeweilige Lehrbuch und die Unterrichtsmaterialien mitzubringen sind. Für Stunden, in denen mit zusätzlichem Übungsmaterial gelernt wird (s. oben Fachkonferenzen), legen sich die Schülerinnen und Schüler einen zusätzlichen Ordner „Vertretungsstunden“ an, der jeweils in der Schule verbleibt (Klassenschrank) und in dem die Aufgaben der Vertretungsstunden bearbeitet werden.