Unterricht

Unterricht

Das Adolf-Reichwein-Gymnasium bietet neben den allgemeinen Fächern eine breite Auswahl an Angeboten. Diese besteht unter anderem aus einer Viezahl an Fremdsprachen, den Streicherklassen oder dem Darstellenden Spiel.

In der Sekundarstufe I (Klassen 5 bis 9) wird neben den Pflichtfächern auch Wahlunterricht angeboten. Durch das ausgewogene Angebot an Wahlfächern haben die Schüler die Möglichkeit, ihre persönlichen Begabungen und Neigungen zu entwickeln und auszubauen.

Die Sekundarstufe II (Klassen E1 bis Q4) hat als Ziel die allgemeine Hochschulreife. Sie berechtigt zum Studium an einer Hochschule, ermöglicht aber auch den Weg einer beruflichen Ausbildung. Mit dem Eintritt in die Kursstufe E2 findet durch die Wahl der Kurse eine individuelle Schwerpunktsetzung statt.

Unterricht am Adolf-Reichwein-Gymnasium

Bildung – als reflektiertes Verhältnis des Menschen zu sich, zu anderen und zur Welt – steht als Ziel aller Bemühungen von Lehrerinnen und Lehrern am ARG im Zentrum des Unterrichtsgeschehens. Wichtigste Voraussetzung ist ein positives Lernklima, das lernfördernd und angstfrei gestaltet sein muss. Grundlagen hierfür sind – für alle am Lernprozess Beteiligten – Respekt, Toleranz, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung sowie eine strukturierte, transparente, zielorientierte und sinnstiftende Kommunikation. In diesem Sinne ist Unterricht am ARG dem Prinzip der Schülerorientierung verpflichtet. Darüber hinaus entspricht die Beachtung folgender Unterrichtsprinzipien unserem Verständnis gelingenden Unterrichts:

1. Das Prinzip der Erfolgsbestätigung und Erfolgssicherung

Der Unterricht soll individuelle Lern- und Erfolgserlebnisse sowie Lernfortschritte herbeiführen und Erfahrungen des Kompetenzzuwachses ermöglichen. Hierfür müssen vollzogene Lernprozesse reflektiert, Lernerfolge kommuniziert und als Motivation für künftiges Lernen nutzbar gemacht werden. Eine Vielfalt an und die Variation von Unterrichtsmethoden fördert das mehrkanalige Lernen und sichert damit Lernerfolge. Um jedoch eine in diesem Sinne förderliche Verwendung von Unterrichtsmethoden zu gewährleisten, ist eine sinnhafte Abstimmung mit den jeweiligen Inhalten und der jeweiligen Lerngruppe unabdingbar.

2. Das Prinzip der Differenzierung

Der Unterricht am ARG soll systematisch die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler beinhalten, indem binnendifferenzierende Formen und Inhalte eingesetzt und unterrichtet werden, die letztlich auch zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen.

3. Das Prinzip der Motivierung und Aktivierung

Autonomes Lernen gründet auf Motivation und Aktivität. Daher soll Unterricht am ARG bei Schülerinnen und Schülern Interesse wecken und zu effektivem, aktivem Lernen anleiten, indem Inhalte und Methoden in diesem Sinne aufbereitet und eingesetzt werden. Nur auf diese Weise wird ein selbstständiges Arbeiten erreicht, was Raum für handlungsorientierten Unterricht bietet.

4. Das Prinzip der Ganzheit

Unserem Verständnis von gutem Unterricht entspricht es, Lerninhalte systematisch zu vernetzen und die verbindenden Aspekte im Unterricht aufzugreifen. Neue Unterrichtsinhalte sollen daher an „alten”, bekannten Strukturen  anknüpfen und im Horizont fächerübergreifender Anknüpfungspunkte betrachtet werden. Voraussetzung hierfür ist ein überfachliches Selbstverständnis der Lehrkräfte und deren systematische Vernetzung durch geeignete Kommunikationsformen (z. B. der Bildung von Klassen- oder Jahrgangsteams). In diesem Sinne förderlich und wünschenswert sind fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht und die Durchführung von Unterrichtsprojekten, die in geeigneter Weise vom Fachunterricht ausgehend die „komplexe Wirklichkeit” eines Gegenstandes in den Blick nehmen.

5. Das Prinzip der Strukturierung

Ein gut strukturierter Unterricht lässt einen klaren Aufbau und Ablauf erkennen. Die Unterrichtsziele der einzelnen Phasen sollen präzise geplant und den Schülerinnen und Schülern im Verlauf der Unterrichtsstunde vermittelt werden. Besonders in der Unter- und Mittelstufe ist es notwendig, wiedererkennbare Abläufe einzuplanen, damit die Schülerinnen und Schüler bewusst an der Gestaltung (methodisch und thematisch) teilnehmen können, da dies ein wichtiges Mittel auf dem Weg zu einem selbstverantwortlichen Lernen ist. Die Unterrichtsstunden sollen so organisiert werden, dass immer ein hoher Anteil „echter” Lernzeit besteht. Dabei müssen fest vereinbarte Regeln den Unterrichtsablauf bestimmen und von allen Beteiligten eingefordert werden, dies gilt vor allem auch für die Reaktion der Lehrkraft auf Regelverstöße durch die Schülerinnen und Schüler. Auch die Bewertung von Schülerleistungen muss transparent gestaltet werden, indem den Schülerinnen und Schülern die Kriterien (für schriftliche und mündliche Leistungen) klar und verständlich vermittelt werden. Dabei soll auch der verbleibende pädagogische Spielraum der einzelnen Lehrkraft nachvollziehbar formuliert werden.

Diese Unterrichtsprinzipien formulieren den handlungsleitenden Rahmen für die Unterrichtsgestaltung am ARG. Sie wurden am 08.05.2012 von der Gesamtkonferenz und am 18.6.2012 von der Schulkonferenz beschlossen.