Aktuelles

Theateraufführung der Suchtpräventionswoche

Fr. 02.11.2012, 18:00 Uhr

Jedes Jahr nach den Herbstferien findet am ARG im Rahmen der Zeitfensterwoche für den 7. Jahrgang eine Suchtpräventionswoche statt. Auch wenn das Projekt Suchtprävention heißt, geht es doch vor allem darum, das Gemeinschaftsgefühl der Klassen sowie die eigene Wahrnehmung und Ich-Stärke zu stärken. Dadurch sollen die Schüler letztendlich darin gestärkt werden „nein“ zu suchtgefährdenden Verhalten sagen zu können. Wenn die Ich-Stärke fehlt, ist die Gefahr „auf die schiefe Bahn“ zu gelangen größer. Bei diesem Suchtpräventionsprojekt arbeitet das ARG bereits seit vielen Jahren mit dem „Theater RequiSit“ zusammen. In diesem Jahr allerdings wird es ein Novum geben. Erstmals führt das „Theater RequiSiT“ das sogenannte Forumtheater „Alternativen“ an einer Schule mit vier Parallelklassen eine Woche lang durch. Dabei beschäftigt sich jede Klasse mit einem Thema ihrer Wahl, wie beispielsweise: „Die erste Liebe“, „Streit mit dem besten Freund“ oder „Ich kenne jemanden, der ist süchtig; was nun?“. Nachdem sich die Klasse auf ein eigenes Thema geeinigt hat, wird sie in zwei Gruppen geteilt und jede Gruppe erarbeitet eine konflikt- und gewaltfreie Szene, in der das selbst gestellte Problem gelöst wird. Dabei wird jeder Vorschlag szenisch umgesetzt, indem sich die Schüler aktiv in die Szene einwechseln und ihre Idee ausprobieren können. Ein Verantwortlicher von „RequiSit“ leitet die einzelnen Schritte an und hält fest, ob bzw. was die Szene positiv weitergebracht hat. Stehen die Szenen beider Gruppen einer Klasse, führen sie sich die Szenen gegenseitig vor. Da dies täglich in insgesamt vier Parallelklassen durchgeführt wird, entstehen so vier Konflikte und acht Szenen, die Konflikte zu lösen. Allerdings sollen diese Szenen nicht bloß im Klassenzimmer bleiben. Daher gingen die Überlegungen zwischen dem Suchtpräventionsbeauftragten des ARG, Andreas Schickedanz, und der Leitung Nora Staager des „RequiSiT“-Theaters weiter. Alle Szenen werden freitags, also am Ende der Woche, nach einer entsprechenden Generalprobe in der Schule aufgeführt. So soll auch den Eltern, die hierfür eingeladen sind zu kommen, die Möglichkeit geboten werden, Einblicke in das zu erhalten, was ihre Kinder die Woche über erarbeitet haben und sollen ebenfalls für die jeweiligen Themen sensibilisiert werden. Außerdem können die Schüler die gestellten Probleme und die dazugehörigen Szenen der Parallelklassen anschauen und erhalten somit noch mehr Anregungen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das Forumtheater „Alternativen“ in einer Woche in vier Parallelklassen eines Jahrgangs mit anschließendem „öffentlichem“ Auftritt der Szenen wird erstmals an einer Schule durchgeführt. Bereits jetzt besteht beiderseits das Interesse dieses Projekt auch längerfristig etablieren zu wollen. Das Forumtheater „Alternativen“ ist ein Angebot in Anlehnung an das „Theater der Unterdrückten“ von August Boal. Es bietet den Schülern die Möglichkeit, ein für sie dringendes und konfliktgeladenes Thema zu „bearbeiten“ und gemeinsam zufrieden stellende Lösungsmöglichkeiten zu finden. Sie setzen sich intensiv mit einem Thema auseinander und erfahren, was passieren kann, wenn man Alltägliches mal aus einer anderen/neuen Perspektive betrachtet. Dies führt u.a. zu der Aktivierung sozialer und kommunikativer Ressourcen, die im Alltag oft vernachlässigt werden und zu einer Erweiterung ihres Erfahrungshorizontes. Das „Theater RequiSiT“ führt seit nunmehr 16 Jahren theaterpädagogische Veranstaltungen im Rahmen der Suchtprävention vorwiegend an hessischen Schulen, sozialen Einrichtungen und Unternehmen durch. Außer der Leitung besteht die Gruppe aus ehemals suchtmittelabhängigen Menschen, die nach oft jahrelangen Suchtkarrieren ihren Weg in ein cleanes, selbstbestimmtes Leben gefunden haben. Das Forumtheater „Alternativen“ wurde erst Ende letzten Jahres entwickelt und in mehreren Klassen an unterschiedlichen Schulen erprobt. Es eignet sich für Schüler ab dem 6. Jahrgang.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dem Förderverein der Schule und der Heusenstammer Betriebskrankenkasse Mobil Oil, die mit ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung die Durchführung dieser Woche ermöglicht haben.

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