Über uns

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Am 15.12.2016 sind wir eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage geworden. Damit haben wir uns verpflichtet, aktiv gegen jeder Form von Diskriminierung an unserer Schule einzutreten, bei Konflikten einzugreifen, regelmäßig Projekte und Aktionen zum Thema durchzuführen.
Rund eine Million Schülerinnen und Schüler besuchen in Deutschland bereits eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Sie sind das größte Schulnetzwerk in Deutschland. Ihm gehören über 2.000 Schulen an. (Stand: März 2016).
Unsere Gesellschaft ändert sich laufend und wird sich immer mehr mit den Problemen der Integration auseinander setzen müssen. Auch die Schülerschaft unserer Schule ändert sich und wird immer multikultureller. Dies bedeutet, dass wir alle dazu beitragen sollten, ein friedliches und vielfältiges schulisches Zusammenleben zu ermöglichen.
Die Achtung der Menschen untereinander, egal welcher Herkunft, Hautfarbe oder Religion, soll ein Teil unserer pädagogischen Arbeit sein, sodass unsere Schüler und Schülerinnen ohne Vorurteile miteinander umzugehen lernen. Ausgrenzung und Gewalt sollen an unserer Schule keine Chance haben.
Wir haben an unserer Schule schon einige Projekte, die bereits in diese Richtung arbeiten: Große Projekte wie die Auseinandersetzung mit Buchenwald, die Reichweintage oder das Erasmus-Projekt wie auch viele kleine Aktivitäten, die immer wieder in unterschiedlichen Klassen von diversen Kolleginnen und Kollegen durchgeführt werden. Unsere Schule ist auf einem guten Weg, aber man kann dies noch intensivieren und sich entsprechend weiterbilden.
Genau dies bietet diese Initiative an. In dem Netz der Schulen mit Courage zu sein wird uns helfen, Kontakte zu knüpfen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Events zu veranstalten sowie Experten als Gäste an unsere Schule einzuladen, die uns in der Erfüllung dieser Aufgabe unterstützen werden.
Um den Titel Schule mit Courage zu bekommen, haben 81% unserer Schülerinnen und Schüler, unserer Lehrerinnen und Lehrer ihre Zustimmung zugesagt und damit ihre Bereitschaft erklärt, das Projekt zu tragen .
Ferner haben wir zwei Paten gefunden, die uns bei der Realisierung des Projekts unterstützen und begleiten und in der Öffentlichkeit die Schule auch vertreten werden.
Mi dieser Entscheidung möchte die Schule betonen was ihr Name, Adolf Reichwein, verkörpert, nämlich Demokratie, Freiheit, Achtung und Respekt gegenüber allen Menschen sowie Mut, sich für diese Werte einzusetzen. Das ist ein Programm für unsere Zukunft, welches  auf Adolf Reichweins Erbe basiert.
Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern er ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Jetzt soll die Schule durch Projekte, Aktivitäten, Lehrer-Fortbildungen und Events entsprechend arbeiten.

Unsere Paten

Rodgau Monotones ist eine deutsche Rockband benannt nach der hessischen Stadt Rodgau, in der Nähe von Frankfurt am Main. Sie wurde 1977 gegründet und seitdem ist bekannt für die Refrains ihrer auf Hochdeutsch vorgetragenen Lieder, die mit Ausdrücken hessischer Mundart geschmückt sind. Die originelle Sprache ihrer Lieder kombiniert mit den lustigen und, zum Teil, satirischen Texten hat dazu beigetragen, dass sie eine Kult-Band für eine bestimmte Generation geworden sind.(www.rodgau-monotones.de)

Tara Stella Deetjen arbeitet als deutsche Entwicklungshelferin in Nepal und Indien, ist Gründerin und Geschäftsführerin des gemeinnützigen Vereins „Back to Life e.V. – Hilfe zur Selbsthilfe in Nepal und Indien“ und spricht als Gesicht der Hilfsorganisation sechs Sprachen fließend. (info@back-to-life.org).

Frau Deetjen, wo haben Sie Rassismus selbst erfahren?
Als ich neu in Indien war, war ich anders, doch ich habe versucht mich an die Gepflogenheiten zu gewöhnen.
Wie sind sie damit umgegangen?
Also, ich habe versucht mich genauso zu kleiden, genauso zu essen und wenn irgendwelche Feste waren, habe ich gefragt warum das hier gefeiert wird.
Wie haben Sie darauf reagiert als Sie gefragt wurden Pate des Adolf-Reichwein-Gymnasiums zu werden?
Da das für eine gute Sache ist, dachte ich mir: „Das ist ja großartig! Das möchte ich gerne unterstützen.“
Wie wollen Sie zusammen mit den Schülern und Schülerinnen arbeiten?
Da warte ich noch auf eure Angebote, ich weiß ja nicht, was ihr wollt und was eure Projekte sind.
Was würden Sie Leuten raten, die mit Rassismus zu kämpfen haben?
Einerseits ist Reisen sehr wichtig, also mal in andere Kulturen zu gehen, um zu erfahren wie dieses Land wirklich ist, bevor man jemanden verurteilt.
Wie würden Sie handeln, wenn Sie selbst Opfer von Rassismus wären?
In Indien z.B. bin ich nicht weggerannt, sondern ich habe versucht in meinen Kinderheimen z.B. die indischen Kinder so groß zuziehen, dass Sie nie Opfer von Rassismus werden.

Das Interview wurde von Ida Traser und Elena Stojakovic (5c) am 09. März 2017 geführt.

Das Schule mit Courage Schülerteam

An unserer Schule wurde schon ein Schülerteam „Schule mit Courage“ gegründet. Gründungsmitglieder sind Alina Pasqua, Giulia Saur, Isabel Simm, Katharina Graf, Lina Zwilling, Maximilian Arndt, Rebecca Nova Jörger, Sarah Colombo, Vanessa Mayler.
Jetzt gehen die Aktivitäten erst richtig los! Alle Schüler können selbst Ideen und Projekte zum Thema Diskriminierungen und insbesondere Rassismus entwickeln und entscheiden, wann und wie sie umgesetzt werden. Die Lehrerinnen und Lehrer des ARGs werden die Ideen unterstützen oder zusätzliche Vorschläge machen. Wichtig ist eine gute Zusammenarbeit!
WIR BRAUCHEN AKTIVE SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER! Alle diejenige, die mitmachen möchten, mögen bitte Kontakt mit dem Schülerteam aufnehmen oder ihren Name, Klasse oder Kurs an Elena Fillia-Diefenbach efd@arg-heusenstamm.de schicken. Sie werden dann rechtzeitig kontaktiert. Nur Mut!!

Lesung mit Tara Stella Deetjen (09.03.2017)

Als Stella Deetjen nach Indien kam, wollte sie eigentlich nur einen Urlaub vor ihrem Studium machen, doch eine unerwartete Begegnung mit einem Leprakranken stellte ihr Leben auf den Kopf.

„Tara“ Stella Deetjen wollte sich einige Sehenswürdigkeiten in einer indischen Stadt ansehen, als sie vor Erschöpfung zusammenbrach. Ein Leprakranker, welcher zur untersten Schicht der Bevölkerung gehört, kam zu ihr und segnete sie. Ab diesem Zeitpunkt änderte sich Stellas Leben komplett. Sie beschloss, in Indien zu bleiben und den Leprakranken zu helfen. Mit anfangs nur 50 Euro baute sie alleine ohne ärztliche oder sachkundige Vorkenntnisse das auf, was heute eine ganze Hilfsorganisation namens „Back to Life“ ist, welche Schulen und ärztliche Einrichtungen in Indien und Nepal baut.
In ihrem Vortrag am ARG las sie aus ihrem Buch „Unberührbar, mein Leben unter den Bettlern von Benares“. Darin schildert sie die schreckliche Lebenssituation der Leprakranken, die von ihren Familien verstoßen werden, wenn sie die Krankheit bekommen. Sie zeigt, wie die „Aussätzigen“ in Slums leben, spartanisch, ohne Essen oder jegliche ärztliche oder sanitäre Einrichtungen. Aber trotzdem sind diese Menschen, so Deetjen, unglaublich dankbar für die kleinsten Dinge, hilfsbereit und herzlich und haben es nicht verdient, so von der Gesellschaft und ihren eigenen Angehörigen verstoßen zu werden.
Auch berichtete sie, dass die Krankheit Lepra in Indien wie Luft behandelt wird, denn die Ärzte, die sie aufsuchte, um sich über die Krankheit zu informieren, behaupteten alle nur, es gäbe kein Lepra in Indien.
Ebenfalls erzählte Frau Deetjen von zahlreichen Übergriffen auf die kranken Frauen und auch auf sei selbst, dass die Frauen zahlreich vergewaltigt und geschlagen werden. „Es bringt ja nichts, wenn du zur Polizei gehst und der Polizist selbst dich vergewaltigt hat“, erzählte Frau Deetjen.

Abgerundet wurde der Vortrag von einer Fragerunde, in der die zahlreich erschienenen Gäste ausgiebig die Möglichkeit hatten, Fragen über die persönlichen Beweggründe von Stella Deetjen zu
stellen.

Fabian Rohe, 7e

Rodgau Monotones Konzert

Im Rahmen unseres Schulfestes werden die Rodgau Monotones auftreten und gemeinsam mit uns den Abschluss des Jubiläumsajahrs feiern.