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Adolf Reichwein

Adolf Reichwein wurde am 3. Oktober 1898 in Bad Ems (Hessen) geboren und nahm in seiner Jugend als Mitglied des „Wandervogels” an zahlreiche Veranstaltungen und Fahrten teil, bevor er sich als Freiwilliger zur Teilnahme am Ersten Weltkrieg meldete, in dem er durch einen Lungenschuss schwer verwundet wurde.

Adolf Reichwein mit Kindern

Nach Absolvierung des Studiums für Geschichte und Philosophie war Reichwein von 1923 an zunächst als Sekretär der Volkshochschule Jena tätig, bevor er zum Direktor der dortigen Heimvolkshochschule berufen wird. Mit seinen Studenten unternahm er Reisen nach Südosteuropa und Skandinavien. Während dieser Zeit war er zudem persönlicher Referent des preußischen Kultusministers und setzte sich in zahlreichen Publikationen für die Demokratisierung des Bildungssystems ein.

Als Mitglied der SPD wurde er 1930 als Professor für Staatsbürgerkunde und Geschichte an die Pädagogische Hochschule in Halle/Saale berufen. Am 24. April 1933 wurde er aus politischen Gründen entlassen, lehnte im Anschluss eine angebotene Professur in Istanbul ab und arbeitete bis 1939 als Landschullehrer.

1943 übersiedelt Reichweins Familie nach der Zerstörung ihres Berliner Wohnhauses durch Bombenangriffe auf das Gut Kreisau von Helmuth James Graf von Moltke, dessen „Kreisauer Kreis” Reichwein seit 1940 angehörte.

Zudem nahm er 1944 gemeinsam mit Julius Leber Kontakt zu einer Gruppe kommunistischer Widerstandskämpfer um Anton Saefkow (1903-1944) und Franz Jakob (1906-1944) auf. Dieser Gruppe gehört ein Spitzel der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) an. Dadurch wurden Reichwein und Leber am 4. Juli verhaftet und am 20. Oktober zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag gehängt.

Adolf Reichwein mit Kindern

Unsere Schüler lernen den Namensgeber ihrer Schule an den Reichwein-Tagen in der Einführungsphase kennen. Sie erarbeiten sich dabei einen Zugang zu verschiedenen historischen Phasen der Vita und Aspekten der Persönlichkeit Adolf Reichweins anhand vielfältiger Materialien und Arbeitsformen.