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Nationalsozialismus und Musik - passt das zusammen?

Ausstellung der Klangcollagen zum Nationalsozialismus

Nachdem wir, die Klassen 10b, 10c und 10e, uns bereits Wochen vorher im Geschichts- und Musikunterricht lehrplangetreu mit der Thematik des Nationalsozialismus auseinandergesetzt hatten, waren wir gespannt auf die nun anstehende Arbeit in der Projektwoche, welches unter Leitung von Frau Werner, Frau Velten, Herrn Fürst sowie Frau Neumann stand. Meine Klassenleherin Frau Velten hatte uns bereits zuvor in unsere Aufgabe eingewiesen, uns musikalisch mit NS-Opfern und deren Schicksal auseinanderzusetzen und unsere Ergebnisse dieser Auseinandersetzung dann im Rahmen einer Ausstellung der Schulgemeinschaft zu präsentieren.
Jede Gruppe, bestehend aus vier bis fünf Schülern, hatte im Vorfeld bereits ein Info-Plakat erstellt, welches in verschiedenen Darstellungen "Lebenslauf und Schicksal" der Persönlichkeit/en zusammenfasste.

Aller Anfang...

...war diesmal gar nicht so schwer, da wir uns ja vorher schon mit der Thematik auseinandergesetzt hatten und somit einigermaßen vorbereitet waren.
Nach einer kurzen Einweisung, durch Musiklehrerin Frau Werner, in verschiedene Möglichkeiten, aus Alltagsgegenständen wie Stühlen viele Klänge zu erzeugen, starteten die Gruppen voller Vorfreude mit ihrer Arbeit.

Die Arbeit an den "Klangcollagen"

Die Projektwoche diente nun dem Entwerfen einer Klangcollage - einer Art Komposition, die mit verschiedenen Klängen das Leben oder bestimmte Abschnitte des Lebens der Opfer nachzustellen. Dabei standen die Gefühle der Verfolgten - besonders in entscheidenden Situationen ihres Lebens, wie z. B. ihrer Inhaftierung, im Vordergrund. Insgesamt arbeiteten wir drei Tage in der Schule und einen Tag zu Hause, um in Ruhe zu recherchieren. So entstanden Collagen zu Menschen wie z.B. Stella Goldschlag, Anne Frank, Georg Elser oder Carl Friedrich Goerdeler.
Beim Erstellen der Klangcollage standen uns die Instrumente der Musikräume und eine Musikbearbeitung-App zur Verfügung. Jede Gruppe hatte einen Raum, in dem sie dann selbstständig arbeitete. Am Freitag wurden die Collagen schließlich aufgezeichnet, um sie zu sichern, und den anderen Gruppen präsentiert, um diesen einen Einblick in das Erarbeitete zu ermöglichen.

Die Ausstellung

Am darauffolgenden Dienstag, dem 11. 02. 2020, wurden dann in der 7. und 8. Stunde die Klangcollagen mit den dazugehörigen Info-Plakaten und einer kurzen Erklärung der Collage im gesamten C-Bau ausgestellt. Je ein Raum war von einer Gruppe belegt. Den Besuchern wurde zu bestimmten Zeiten, die auf einem Plan zum Zurechtfinden festgelegt waren, die Klangcollage von den Gruppen vorgestellt. In der Zeit, in der die Gruppen nicht persönlich ihre Ergebnisse präsentierten, liefen die Mp3-Aufnahmen der Ergebnisse ab, sodass jeder die Möglichkeit hatte, sich jedes Stück einmal anzuhören.

Das muss mehr Publikum hören!

Vorher standen wir dem ganzen Projekt etwas skeptisch gegenüber - ob es wirklich möglich ist, mit Stühlen adäquat das Leben eines Menschen nachzustellen, dem solche Grausamkeiten widerfahren waren? Unsere Zweifel verloren sich aber recht schnell in Zuversichtlichkeit, wir wurden immer kreativer und konnten uns so der Thematik auf einem ganz anderen Weg nähern, als es sonst üblich ist. Auch die Ausstellung stellte sich als sehr erfolgreich heraus, wobei wir uns über noch mehr Publikum sehr gefreut hätten.

Niklas Günther (10c); Elena Günther (E2)

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