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Boxende Schafe, epische Schlachten und schnarchende Schwestern

- Die Schulrunde des Vorlesewettbewerbs 2019 -

Am 2.12. trafen sich die Klassensieger der ersten Runde des Vorlesewettbewerbs von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr in der Bücherei unserer Schule, um den Schulsieger für die nächste Runde des Wettbewerbs zu ermitteln.

Was ist der Vorlesewettbewerb?

Der Vorlesewettbewerb ist ein vom „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ initiierter Wettbewerb, der in der 6. Klasse durchgeführt wird.
Alle teilnehmenden Schulen ermitteln im Deutschunterricht der Jahrgangsstufe 6 zwei Klassensieger durch einen klasseninternen Wettbewerb, bei dem jeder aus der Klasse etwas vorlesen muss. Die Schüler*innen können sich das Buch, aus dem sie lesen, selbst aussuchen und stellen dieses ihren Mitschülern kurz vor, bevor sie eine Textstelle aus diesem vorlesen. Die Jury bildet hierbei die Klasse selbst - gemeinsam mit der/dem jeweiligen Deutschlehrer*in, wobei sie sich in der Klasse gegenseitig bewerten und somit schließlich zwei Gewinner küren.
Diese beiden treten dann gegen ihre Mitschüler*innen aus den anderen Klassen in einer zweiten Runde an – die Jury besteht nun aus mehreren Deutschlehrern*innen. Auch in der zweiten Runde lesen die Schüler dann aus eigens gewählten Büchern vor, erhalten jedoch noch einen Fremdtext, den sie ohne Vorbereitung vorlesen müssen.
Aus den, an unserer Schule in der Regel zwölf, Klassensiegern geht dann ein Schulsieger hervor, der in einer weiteren Runde gegen andere Schulsieger der Region antritt. Bei erfolgreichem Bestehen dieser und aller weiterer Runden findet dann im Sommer der Bundesentscheid statt.

Wer war anwesend?

Herr Ritter eröffnete die Veranstaltung mit einer kurzen Rede, in der er auf die Wichtigkeit des Lesens aufmerksam machte, bevor er dann die diesjährige Jury vorstellte.
Diese bestand aus den vier Deutschlehrer*innen Frau Walter, Frau Schulz, Herrn Sander und Herrn Hardt. Frau Walter begrüßte die elf anwesenden Klassensieger (ein Teilnehmer war erkrankt) und deren Begleitung (jede*r Sieger*in durfte ein bis zwei Mitschüler mitbringen).

Wie lief die Schulrunde ab?

1. Eigene Romanauszüge

Nach den einleitenden Worten von Herrn Ritter und Frau Walter wurde zunächst die Lesereihenfolge ausgelost. Anschließend lasen die Teilnehmer in dieser Reihenfolge aus ihren selbst gewählten Büchern vor und gaben auch hier zunächst eine einleitende Zusammenfassung, damit sich sowohl das Publikum als auch die Jury besser in die Geschichte hineinversetzten konnten. Jedem wurden drei Minuten Lesezeit gewährt – beim Überschreiten dieses Limits machte Frau Schulz mit Stiftklopfen darauf aufmerksam, dass man zum Ende kommen solle, um gleiche Bedingungen für alle zu gewährleisten.
Die Bücher aus denen die Teilnehmer vorlasen, waren vom Inhalt und der Auswahl der Textstellen sehr vielfältig – von boxenden Schafen bis hin zum Überlebenskampf der Panem-Trilogie, waren unterschiedlichste Genres vertreten.
Einige Schüler*innen lasen die Einleitung ihres Buches, andere den Höhepunkt oder das große Finale. Vermehrt wurde aus actiongeladenen Fantasy-Büchern vorgelesen, so z. B. aus „Woodwalkers – Gefährliche Freundschaft“ oder „Die Bestimmung“.
Insgesamt war es wichtig, auf richtige Betonung und Pausen zu achten. Das Publikum zeigte sich sehr beeindruckt, wenn die Mitschüler ihre Stimme verstellten, an spannenden Punkten Pausen einlegten und sich in das Buch hineinversetzen und es so dem Publikum näherbrachten.
Nach etwa einer Stunde hatten alle aus ihrem eigenen Roman vorgelesen und Frau Walter stellte die Teilnehmer nun vor die Herausforderung der zweiten Runde.

2. Fremdtext

Frau Walter stellte den diesjährigen Fremdtext vor: das erste Kapitel aus „Lippels Traum“ von Paul Maar – aufgeteilt in zwölf kurze Abschnitte. Der Stapel mit Textauszügen wurde auf dem Tisch der Jury platziert, damit keiner der Kandidaten die Chance hatte, bereits vorher den Fremdtext sehen zu können.
Vorgelesen wurde in der gleiche Reihenfolge wie in der ersten Runde und alle Kandidaten bewiesen auch hier beeindruckende Fähigkeiten.

3. Die Sieger

Nach dem Ende der zweiten Vorleserunde zog sich die Jury zur Beratung zurück, während sich sowohl Publikum als auch Teilnehmer mit Süßigkeiten versorgten.
Nach der Rückkehr der Jury verkündete Frau Walter das Ergebnis, auf das alle gebannt gewartet hatten:
Sieger der diesjährigen Schulrunde ist Linus Sayegh aus der Klasse 6e, der die Jury mit seinem Können voll und ganz überzeugte. Im ersten Teil der Schulrunde las er aus J. R. R. Tolkiens „Herr der Ringe – Die Gefährten“ vor und auch beim Fremdtext glänzte er mit Textverständnis und Sprachgeschicklichkeit. Linus Sayegh tritt nun im Februar gegen andere Schulsieger des Kreises an, wofür wir ihm viel Erfolg wünschen!

Alle Teilnehmer*innen erhielten einen Buchpreis, den sie sich vorher selbst hatten auswählen können und – passend zur Weihnachtszeit – einen Schokoladen-Nikolaus. Linus bekam zusätzlich noch „Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens.

Elena Günther & Katharina Heringhaus (E1)

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