Aktuelles

„Je voudrais avoir le ketchup“

Am Freitag, dem 15.11.2019, fand der alljährliche Vorlesetag an unserer Schule statt. So wurden auch dieses Jahr Schülerinnen und Schüler, in ganz Deutschland, Geschichten von den jeweiligen Klassenlehrern/-innen vorgelesen. Die Geschichten werden nicht immer nur auf Deutsch vorgelesen, sondern auch auf verschiedenen Fremdsprachen. Das ist vor allem von der ersten Fremdsprache abhängig, die die Schüler/-innen gewählt haben. 

In unserer Klasse, der Französischklasse (7f), wurde beispielsweise eine französische Geschichte von Frau Rebhan vorgelesen. Diese handelte von einem kleinen Jungen, welcher zu jeder Mahlzeit Ketchup essen wollte.

Darin war die große Pointe, dass der Junge ständig „Je voudrais avoir le ketchup“, sagte, aber ihm seine Mutter dieses ständig verboten hatte.

Diese alljährige Tradition wird auch weiterhin fortgeführt und fördert vor allem das Erlernen des aktiven Zuhörens sowie vom Auswerten und Erfassen der Hauptaussage einer Kurzgeschichte nur nur über das Hören.

 

Annabelle Mauer, Margaux Krebs, Mia Sophie Seeger (7f) ; Katharina Heringhaus (E1)

Schulen aus Belgien, Spanien und Ungarn am ARG

Erasmus-Projekt in Heusenstamm

Das ARG nimmt derzeit unter der Leitung von Frau Fillia-Diefenbach und Herrn Sander am Erasmus-Projekt „Konflikte bewältigen und kritisch denken“ teil. Vom 04.-11. November waren die Partnerschulen aus Spanien, Ungarn und Belgien zu Besuch in Heusenstamm. Als eines der ersten Erasmus-Projekte mit dem Fach „Darstellendes Spiel“, wurde sich dementsprechend theaterspielend mit dem Thema auseinandergesetzt.

Die Besuche in Belgien und Ungarn haben bereits im stattgefunden.
Im April besuchen die Teilnehmer dann die Schule in Albacete; Spanien. Das gesamte Projekt wird von der Europäischen Union finanziert und erstreckt sich über zwei Jahre. 

Eine Teilnehmerin des Projekts, Alina Wallstein, berichtet:

„Wenn ich mich an das Erasmus-Projekt zurückerinnere erinnere ich mich daran, wie aufgeregt ich war, bevor ich meine zwei Austauschpartnerinnen kennenlernte. Richtig erkannt: ich habe zwei Mädchen aufgenommen, weil ich im Mai bereits in Belgien mit dabei war und Frau Fillia-Diefenbach mir angeboten hat, nun auch mit nach Spanien zu fahren.

So habe ich zusätzlich zu „meiner“ Belgierin noch eine Austauschschülerin aus Spanien bei mir aufgenommen - aber das nahm ich in Kauf, da ich in Belgien schon viel Spaß hatte." 

Sonntag, 3. 11. 2019 - Anreise

Meine erste Austauschpartnerin aus Belgien, Astrid, holte ich nachmittags um 16 Uhr vom Bahnhof ab und wir fuhren zu mir nach Hause.

Der Vorteil an Belgien als Partnerland ist, dass sie Französisch und Deutsch sprechen - da unsere Partnerschule in der deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien liegt (Eupen), war die Kommunikation zwischen uns also ziemlich einfach und um ehrlich zu sein, hatte man gleich eine engere Freundschaftsbeziehung geschaffen.
Ein Problem waren die Ankunftszeiten der Austauschschüler: Diese waren nämlich total unterschiedlich. Die Ungaren kamen um 11:00 Uhr an, die Belgier um 16:00 Uhr und die aus Spanier um 23:30, aber immerhin verliefen alle Anreisen pünktlich und ohne Probleme.
In der Zwischenzeit von 7 Stunden musste ich meine Belgierin unterbringen, was sehr lustig war, und meine spanische Austauschschülerin dann um Mitternacht abholen.
Kleiner Spoiler: die ganze Woche verlief so. Wir kamen immer spät nachts zurück nach Hause und mussten morgens trotzdem um 8:30 Uhr in der Schule sein. Ich litt an Schlafmangel und dann an einer heftigen Erkältung. Aber das war es mir wert.

Montag, 5.11.2019 – Einteilung der Gruppen und abendliches Frankfurt

Am Montag nahm ich meine zwei Austauschpartnerinnen mit dem Bus mit ans ARG. Wir haben uns alle in der Aula versammelt und uns selbstproduzierte Filme der jeweiligen Schulen angesehen, die uns etwas über ihre Kultur, ihre Schule und ihre Umgebung verrieten. Damit hatten wir auch schon einmal einen Einblick in das, was uns in Spanien erwarten könnte. Zwischendurch hatten wir eine Pause, in der wir den Spaniern unsere Schule gezeigt haben. Diese waren vor allem von der Sternwarte total begeistert.

Später mussten die deutschen Teilnehmer aus der E-Phase, darunter auch ich, unsere PoWi-Klausur schreiben, weshalb wir leider die offizielle Kennenlernrunde mit den anderen verpasst haben. Anschließend genossen wir alle zusammen ein Mittagessen in der Mensa.
Nachmittags teilten die Lehrer uns in Theatergruppen ein und vergaben die Themen. Wir besprachen das Thema „Kulturelle Unterschiede“ und brainstormten gemeinsam in der Gruppe.
Es gab drei Theatergruppen: das „Image Theater“, wo man mit Standbildern arbeitete, das „Forum Theater“, dass dem „klassischen“ Theater wohl am ähnlichsten ist und das „Invisible Theater“, das in einer echten Situation (in diesem Fall z.B. mitten im Frankfurter Hauptbahnhof) gespielt wird, ohne dass die Menschen dort Bescheid wissen. Alle Gruppenergebnisse wurden für die anderen gefilmt.

Nachdem der erste Vormittag in der Schule endete, bin ich mit meinen Austauschpartnerinnen zu mir gefahren. Dort haben wir uns ausgeruht und sind dann gegen Nachmittag noch einmal aufgebrochen, um uns Heusenstamm anzusehen. Der Torbau, die Kirche, das Schloss und die Altstadt durften da nicht fehlen.

Abends nahmen wir mit meinem Englisch-Tutorium die Bahn nach Frankfurt. Eigentlich wollten wir in den Film „Joker“ gehen, aber als wir im Kino waren, konnten meine Austauschpartnerinnen und eine Mitschülerin von mir nicht ins Kino, weil meine Austauschpartnerinnen zu jung für den Film waren und eine Mitschülerin von mir ihren Ausweis vergessen hatte. Da wir alle die Gruppenkarten bezahlt hatten, haben wir (die, die nicht ins Kino durften) beschlossen, abends noch Frankfurt zu erkunden bis die anderen nachkamen. Die Zwischenzeit verbrachten wir dann in einem Burger-Restaurant und sind auf den Eisernen Steg. Auch ohne Kino war der Abend dann total schön, da ich die Atmosphäre im abendlichen Frankfurt total genieße und die Wolkenkratzer in der Dämmerung richtig schön aussehen.

Dienstag, 5.11.19 – Gruppenarbeit, Frankfurt und English Theatre

Der Tag begann wieder morgens um 8.30 Uhr an der Schule.

Wir haben bis 13 Uhr in unseren Theatergruppen gearbeitet und Theater gespielt. Nachmittags haben wir dann alle gemeinsam eine Sightseeingtour durch Frankfurt gemacht. Unser Guide sprach Englisch und war sehr sympathisch. Wir sind zum Beispiel zum Römer, zum Eisernen Steg, in die neue Altstadt, zum Dom und zum Goetheplatz gelaufen. Die Erasmus-Schüler waren von der Stadt total begeistert.

Anschließend sind wir auf die Dachterrasse des Galeria-Kaufhofes gegangen und hatten eine unglaubliche Aussicht über die Zeil und in Richtung des Bankenviertels. Man konnte alle Wolkenkratzer im Sonnenuntergang beobachten.

Bevor wir uns abends im English Theatre das Musical „Sweeney Todd“ angesehen haben, hatten wir alle Freizeit, in der wir etwas gegessen haben. Dort musste man sich erst einmal daran gewöhnen, dass alles auf Englisch und das Stück insgesamt super blutig und ein wenig brutal war. Aber vor allem die musikalischen Szenen waren extrem gut. Durch die englische Sprache hatte die ganze Gruppe einen sehr unterhaltsamen Abend.

Mittwoch, 6.11.2019 – Weiterarbeit in den Gruppen, Seligenstadt und Tanzparty

Ich erinnere mich dunkel, dass meine Mutter meine Austauschpartnerinnen zur Schule gefahren hat, damit sie in ihren jeweiligen Gruppen weiterarbeiten können, während ich an diesem Vormittag mit Erkältung im Bett lag.

Nachmittags quälte ich mich aus dem Bett, um mit den anderen nach Seligenstadt zu fahren. Dort angekommen hatten wir einen lustigen Tourguide, der selbst uns Deutsche mit Legenden über die Stadt überraschte. Wir waren bei der Basilika, am Main, in der Altstadt und unsere Freizeit verbrachten wir, wie so oft, in einem Café.

Anschließend gab es abends eine Tanzveranstaltung (aka „Hippen Tanzabend“) in unserer Schule, wo wir uns von tonnenweise Pizza ernährten. Der Abend war super lustig und hat deutlich gezeigt, dass die Spanier und Ungarn unter uns auf jeden Fall das größere Tanztalent haben. 

Donnerstag 7.11.19 - Ausflug nach Heidelberg

Am Donnerstag hatten wir vormittags ausnahmsweise mal keine Gruppenarbeit. Stattdessen sind wir mit dem Bus nach Heidelberg gefahren und haben den ganzen Tag dort verbracht. Herr Sander führte uns zur Bibliothek, durch die Altstadt und zum Schloss und konnte zu den jeweiligen Orten immer etwas erzählen.
Nur im oberen Teil der Stadt, im Schloss, hatten wir einen Tourguide, der uns durchs Gebäude führt hat.
Auch hier hatten wir wieder Freizeit und Pausen, in der wir selbstständig essen gehen konnten.
Überraschenderweise waren wir schon gegen 18:00 Uhr wieder zu Hause.
Um unsere gute Nachtleben-Routine nicht zu zerstören, gingen einige von uns abends noch in Heusenstamm bowlen. Also waren wir wieder (wie gewohnt) erst spät nachts zu Hause.

Freitag 8.11.19 – Präsentation der Ergebnisse

Am ultimativen letzten Tag, dem Freitag, haben die Gruppen ihre jeweilige Arbeit vorgeführt. Das „Image-Theater“ führte seine Standbilder auf, das „Forum-Theater“ spielte ihre Szene und das „Invisible Theater“ zeigte ihr Video, dass sie am Bahnhof gedreht hatten. Insgesamt beeindruckte und dieses Ergebnis vermutlich am meisten:

Die Gruppe war zum Frankfurter Hauptbahnhof gefahren und hatte dort einen Streit gespielt, in dem zwei Leute eine dritte Person mit Kopftuch anschrien und beleidigten. Die Gruppe wollte hierbei das Verhalten der Passanten beobachten. Erstaunlich viele Menschen ignorierten die Aktion!

Nach einem letzten Gruppenfoto und einem Essen sind wir in die Eisporthalle nach Frankfurt gefahren. Unsere Austauschpartner waren auf dem Eis aber definitiv geschickter als wir!
Am Abend sind wir dann in Frankfurt zu einem Italiener gegangen und haben überdimensionale Pizzen bestellt.

Samstag, 9.11.2019 Abreise

Der letzte Tag war der Samstag - da mussten wir unsere Austauschpartner zum Bahnhof bringen und uns leider verabschieden.

Wir freuen uns aber auf das baldige Wiedersehen in Spanien :)

Fazit

„Diese Woche hat mich sehr geprägt, weil ich jeden Tag etwas erlebt habe und auch in meiner „Heimat“ immer wieder Neues entdeckt habe. Ich bin jeden Tag aus mir herausgekommen und wurde durch das viele Theaterspielen umso selbstbewusster.
Es war nicht nur eine schöne Erfahrung, da ich Unmengen an neuen Freunden im In- und Ausland gewonnen habe. Ich habe mein Wissen erweitert und die Organisation der Lehrer war sehr beeindruckend.
Ich freue mich jetzt schon, im Frühling nach Spanien zu kommen und Ähnliches wie in Deutschland zu erleben. Dann jedoch mit neuen Themen...“


Alina Wallstein, Elena Günther, Katharina Heringhaus (E1)

Adventmarkt

Der Förderverein des Adolf-Reichwein-Gymnasiums und das Ski-Team des ARG führen auch in diesem Jahr wieder einen Basar zum Start in die Adventszeit und der Skisaison durch.

Bunte Punkte auf riesigem Plakat

Projekt „Herkunft der Schulfamilien“

Projekt „Herkunft der Schulfamilien“

Im Rahmen der Projektwoche vom 09.09.19 bis zum 13.09.19 haben wir, die Klasse 9c, unser Projekt „Herkunft der Schulfamilien“ gestartet. Dazu haben wir eine Plane einer Weltkarte in der Aula aufgehängt und alle Schüler gefragt, welche Herkunft sie selbst, ihre Eltern und ihre Großeltern haben und diese dann mit farbigen Punkten auf der Karte markiert. Damit wollen wir zeigen, wie vielfältig unsere Schule doch ist und dass wir eine Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage sind.

Uns ist aufgefallen, dass die meisten Schüler und ihre Eltern aus Deutschland kommen, vereinzelt aber hin und wieder von verschiedenster Herkunft sind. Die meisten Großeltern hingegen sind in den verschiedensten Ländern geboren, wenige davon aus Deutschland.


Emily Nowak & Lisa Fox (9c)


Als wir uns in der Homepage AG mit der Aktion der Klasse 9c beschäftigt haben, fiel uns auf, dass sehr viele unserer Mitschüler aus verschiedenen Ländern Europas kommen, während einige Eltern und Großeltern sogar von anderen Kontinenten kommen. Auch die Deutschlandkarte zeigt viele verschiedene Orte - auch wenn das Rhein-Main Gebiet mit besonders vielen Punkten beklebt ist. Man kann lange vor den Karten stehen und entdeckt immer wieder andere Punkte, die einem zunächst überhaupt nicht aufgefallen sind.

Wir alle sind uns einig, dass dieses Projekt sehr interessant und beeindruckend ist und sehr gut zeigt, wie gemischt unsere Schulgemeinschaft ist. Es ist bewundernswert, wie viel Arbeit die 9c in ihre Aktion gesteckt hat. Sie befragten jede Klasse und verteilten anschließend hunderte von Punkten auf ihrer riesigen Karte.

Es verdeutlicht, dass unsere Schule ihre Türen für jeden offen stehen hat und jeder willkommen ist und wir hoffen alle, dass die Karten noch etwas länger in der Aula hängen bleiben.

Kommentar von Mia Seeger, Margeaux Krebs, Annabelle Mauer (7f), Abdurahman Laamimach (5d), Elena Günther (E1)

Klima und Spaß geht das?

Wir haben einen Weg gefunden!

Co2 - Fußabdrücke auf den Wegen rund um unsere Schule

Unsere Schule nahm vom Freitag, dem 20.09.19 bis zum Freitag dem 27.09.19 an einer kreative Aktion zur Welt Klima Woche teil:

Worin bestand diese Aktion?

Im Zuge der Welt-Klima-Woche unterstützte unsere Schule eine Aktion, bei der es darum ging jede Strecke, die man nicht mit dem Auto, mit der Bahn oder mit dem Bus gefahren ist, zu markieren. Unsere Schulkrankenschwester Frau Sprotte und Lehrerin Frau Kuhlins iniziierten diese Aktion.

Und wie?

Jede Strecke, die man zu Fuß zurückgelegt hatte, sollte man kennzeichnen. Dort wo man stand, loslief oder ankam, sollte man seine Füße mit weißer Kreide umkreisen, sodass man sein Fußpaar auf dem Weg sehen konnte. Anschließend wurde mit der Kreide noch CO2 reingeschrieben - als Zeichen für den CO2-Fußabdruck, den wir täglich hinterlassen.

Regeln:

Aber nicht überall durfte man einfach seinen Fußabdruck mit Kreide markieren. Auf Privatwegen, in Gebäuden oder an Hauswänden war es zum Beispiel strikt verboten. Schließlich wollten wir mit einem positiven Beitrag auf das Klima aufmerksam machen und nicht negativ auffallen. 

Was die Schüler sagen:

Statt in die Schule mit dem Fahrrad zu fahren, ist eine Schülerin extra gelaufen und hat ihre Fußabdrücke mit Kreide auf ihren Schulweg gemalt. Andere Schüler berichteten uns von vielen Fußabdrücken, die sie überall in der Stadt und rund um die Schule gesehen haben.

Insgesamt kam die Aktion positiv an - auch wenn die Fußabdrücke wegen des schlechten Wetters nicht lange zu sehen waren. Gerade die jüngeren Schüler unterstützten die Aktion begeistert und liefen zum Teil Stunden durch Heusenstamm, um ihr Zeichen zu setzten.
Besonders gut gefiel den Beteiligten, dass sie so die Chance hatten, auch Nicht-Schüler darauf aufmerksam zu machen, dass sie mit gesparten Fahrten der Umwelt ein wenig weiterhelfen können. Wenn es nach ihnen gegangen wäre, hätte die Aktion insgesamt auch noch länger sein können und vorher größer beworben werden sollen.

Charlie Brenner und Luisa Matle, Klasse 8d