Unterricht

Informatik

„Der umfassende Einsatz der Informations- und Kommunikationstechniken hat in Wirtschaft, Verwaltung, Technik und Wissenschaft zu tiefgreifenden Veränderungen der gesellschaftlichen Strukturen geführt; alle Bereiche des Lebens sind von dieser Entwicklung betroffen. Durch die Vernetzung der Informationsquellen über das Internet ist prinzipiell die global verteilte Information für jeden Menschen zu jeder Zeit und an jedem Ort verfügbar. Zur Bewältigung der Fülle von Informationen sind Informatiksysteme unerlässlich. […]

In der Informations- und Wissensgesellschaft spielen komplexe Informatiksysteme eine wachsende Rolle im täglichen Leben und verändern in zunehmendem Maße die Arbeits- und Lebensweise der Menschen. Die Informatik als Bezugswissenschaft nimmt in diesem gesellschaftlichen Wandel eine Schlüsselrolle ein, da sie sich mit den theoretischen Grundlagen, Methoden und Verfahren der Informations- und Kommunikationstechniken beschäftigt, welche auch gegenüber der ungemein schnellen technischen Entwicklung Bestand haben. […]

Das Schulfach Informatik ergänzt die für eine zeitgemäße Allgemeinbildung erforderliche Betrachtung der Welt um informatische Aspekte und leistet damit neben den naturwissenschaftlichen Fächern und der Mathematik einen spezifischen, eigenständigen Beitrag im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld. Die Methoden und Werkzeuge der Informatik, die Denk- und Herangehensweisen sowie die Nutzung von Informatiksystemen findet inzwischen in fast allen Gebieten von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik Eingang – die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften eingeschlossen.”

(Lehrplan Informatik Hessen, 2010)

Die Informatikausbildung findet bei uns in zwei voneinander unabhängigen Phasen statt.
In der Mittelstufe (als Wahlunterricht) lernen die Schülerinnen und Schüler spielerisch Elemente der Programmierung kennen. Zunächst werden mit Hilfe des kleinen Roboters Karol alltägliche Handlungen in eine Modellwelt übertragen und durch Algorithmen beschrieben. Neben dem Begriff des Algorithmus werden auch Daten und deren Darstellungen thematisiert.
Ausgehend davon vermittelt der Unterricht einen Überblick über die Informatik als Wissenschaft. Hierbei steht die praxisorientierte Arbeit im Mittelpunkt. Das bedeutet z.B.:

  • Verwenden von Standard-Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware)
  • Hardware zum Anfassen
  • Erstellen und Gestalten von Webseiten
  • Erstellen von einfacher Software (wahlweise Delphi oder Java)
  • Einblick in die Funktion von Netzwerken

In der Oberstufe kann Informatik als reguläres Unterrichtsfach oder als Abiturprüfungsfach gewählt werden. Dabei ist es nicht notwendig, den Wahlunterricht Informatik besucht zu haben. Auch ohne diesen Unterricht ist eine erfolgreiche Teilnahme möglich.
Mit dem Fach können in der Qualifikationsphase auch zwei Belegungsverpflichtungen alternativ zu einer zweiten Fremdsprache oder einer weiteren Naturwissenschaft eingebracht werden.

Grundlage für die Inhalte des Unterrichts in der Oberstufe bildet der Lehrplan für das Fach Informatik.