Unterricht

Vereinbarung über die Kriterien zur Bewertung von mündlichen Leistungen

Am Pädagogischen Tag zum Thema „Leistungsmessung und alternative Leistungsnachweise” (9. Januar 2012) hat sich das Kollegium des Adolf-Reichwein-Gymnasiums mehrheitlich dafür ausgesprochen und in der Gesamtkonferenz am 08. März 2012 verabschiedet, als Grundlage für die Bewertung der mündlichen Leistungen die unten aufgeführten Kriterien zu beachten, um ein höheres Maß an Transparenz bei der Leistungsbewertung zu ermöglichen.
Da unter dieser Zielsetzung die Vereinbarung der gesamten Schulgemeinde und Interessenten zugänglich gemacht wird, folgen als Präambel rechtliche und allgemeine Hinweise zum besseren Verständnis der Bewertungskriterien.

Am Ende dieser Seite stehen Ihnen die Informationen noch einmal als PDF-Dokument zur Verfügung.

Rechtliche Hinweise

  • Grundlage für die Leistungsmessung sind die mündlichen, schriftlichen, praktischen und sonstigen Leistungen, die im Unterricht erbracht werden. Leistungsmessung soll eine ermunternde Perspektive eröffnen.
  • Leistungsbewertung, hier v.a. die Mündlichkeit, ist ein pädagogischer Prozess, der im Dienste der individuellen Leistungserziehung steht, nicht punktuell angelegt ist und den Verlauf der Lernentwicklung berücksichtigt (am Ende des Schuljahres).
  • Noten sind frei von Schematismus und nicht mathematisch zu bestimmen. Kommastellen sind nicht zulässig.
  • Die SuS sind einmal pro Halbjahr über ihren schriftlichen und mündlichen Leistungsstand zu informieren, dabei sind die Noten zu begründen. Hier ist auch auf eine ermutigende Perspektive zu achten (z.B. Darlegung von Verbesserungmöglichkeiten).
  • Halbjahresnoten müssen den Eltern bzw. den volljährigen Schülern auf Nachfrage separat, evtl. in einem Zusatztermin, erläutert werden.
  • Einzelnoten sind zunächst kein „Verwaltungsakt”, wohl aber Zeugnis- bzw. Kursnoten in der Qualifikationsphase der Oberstufe.

Allgemeine Hinweise

  • Unter dem Begriff „Beiträge” im Kriterienschema werden nicht nur Wortmeldungen innerhalb des Unter- richtsgesprächs verstanden, sondern jegliche im und für den Unterricht erbrachten Leistungen, abgesehen von Klassenarbeiten und Klausuren.
  • Die Quantität der Beiträge ist grundsätzlich zu berücksichtigen, ausschlaggebend für die Notenfindung, vor allem in der Sekundarstufe 2, muss aber die Qualität der Beiträge sein.
  • Nicht erledigte Hausaufgaben wirken sich negativ auf die Beurteilung der mündlichen Leistung der jeweiligen Unterrichtsstunde aus.
  • Unentschuldigte Fehlstunden werden jeweils als nicht erbrachte mündliche Leistung (in der Oberstufe: 0 Punkte) gewertet.

Kriterien zur Bewertung der mündlichen Leistungen

13-15 Punkte (sehr gut): Die Leistung entspricht den Anforderungen in besonderem Maße.
Qualität:
sehr gute Kenntnisse über die bisherigen Kursinhalte; Fähigkeit, auch bei komplexen Sachverhalten eigenständig zu problematisieren, zu strukturieren und zusammenzufassen; sehr gutes Abstraktionsvermögen; häufiges Einbringen weiterführender Beiträge, auch über außerschulische Fakten und früheren Stoff; verständliche, sichere, flüssige Formulierungen, fehlerfrei
Quantität:
konstante/ permanente überragende Mitarbeit während aller Stunden

10-12 Punkte (gut): Die Leistung entspricht den Anforderungen voll.
Qualität:
gute Kenntnisse über die bisherigen Kursinhalte; Fähigkeit zu strukturieren und zusammenzufassen; gutes Abstraktionsvermögen; Einbringen weiterführender Beiträge, auch über außerschulische Entwicklungen und früheren Stoff; meistens verständliche, flüssige Formulierungen, überwiegend fehlerfrei
Quantität:
konstante/ permanente gute Mitarbeit während fast aller Stunden

 

7 - 9 Punkte (befriedigend): Die Leistung entspricht den Anforderungen im Allgemeinen.
Qualität:
zufriedenstellende Kenntnisse über die bisherigen Kursinhalte; Fähigkeit im Rahmen eines teilweise vorgegebenen Lösungsweges zu arbeiten; gelegentliches Einbringen weiterführender Beiträge, auch über außerschulische Entwicklungen und früheren Stoff; verständliche überwiegend sichere Formulierungen
Quantität:
grundsätzliche Mitarbeit in allen Stunden

4 - 6 Punkte (ausreichend): Die Leistung weist zwar Mängel auf, entspricht aber im Ganzen noch den Anforderungen.
Qualität:
teilweise lückenhafte Kenntnisse über die bisherigen Kursinhalte; kann in einer vorgegebenen Struktur arbeiten; wenige Beiträge, oft reproduktiv aus abgegrenztem Gebiet in gelerntem Zusammenhang; verständliche, aber knappe, kurze Formulierungen, u.U. in unvollständigen Sätzen
Quantität:
unregelmäßige Mitarbeit, nicht in allen Stunden; oft nur nach Aufforderung

 

1 - 3 Punkte (mangelhaft): Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, lässt jedoch erkennen, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können.
Qualität:
stark lückenhafte Kenntnisse; ist auch unter Anleitung nicht fähig, Beiträge zu strukturieren; kaum Beiträge, wenn, dann meist als unstrukturierte Teilergebnisse; häufig unpräzise Formulierungen
Quantität:
gelegentliche, äußerst seltene Mitarbeit, nur nach Aufforderung

0 Punkte (ungenügend): Die Leistung entspricht den Anforderungen nicht, und selbst die Grundkenntnisse sind so lückenhaft, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.
Qualität:
minimale Kenntnisse; keine Mitarbeit; keine Beiträge, auch nicht auf Nachfragen
Quantität:
keine Mitarbeit